
Kartenreservierung via e-mail an zinema@gmx.de. Tickets: 6 EUR. Reservierte Tickets können am Abend der Vorstellung zwischen 19:00 Uhr und 19:45 Uhr abgeholt werden. Vorbestellte Tickets die bis 19:45 Uhr nicht abgeholt werden, gehen in den freien Verkauf, an der Abendkasse.
Kinoprogramm
Februar 2026
Im Februar präsentieren wir mit der Reihe „Dokumentarfilme zum Thema Demokratie“ drei Filme, von denen zwei sich mit dem Ringen um Demokratie in Deutschland beschäftigen und einer mit dem gescheiterten Kampf, den Aktivisten für den Erhalt der Demokratie, im Rahmen der Übernahme Hong Kongs durch die Republik China führten.
Am ersten Dienstag des Monats, sind wieder unsere Kollegen von „Kino Loop“ zu Gast im Z-inema und präsentieren die Independent Produktion
„Loving Lovis“
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Dienstag 03. 02. 26 20:00 Uhr
Kino Loop präsentiert:
LOVING LOVIS
Germany 2025, Director: Wei Tan, Cast: Michel Hans, Dawid Tysowski, Wiktoria Bergiel, Tessen Fritszche, OV engl., 117 Min.
TRAILER: https://youtu.be/0e06xPjyNgM?si=n7Jfcpsuk_91mAN9

Loving Lovis began as a deeply personal project between four friends who crossed paths in Berlin in 2021. With a single camera and microphone, often with no script and no crew, we roamed the city capturing the story of three characters — Lovis, Nate and Wena — as it unfolded in real time. The film is an essay on freedom, a poem of mystical romance, and a poignant reflection on the paradox between autonomy and connection.
Created on a modest €4,500 budget, the film is an ambitious endeavour for its scale, relying entirely on the spirit of camaraderie and trust among the four of us. Deeply rooted in our personal lives in Berlin, Loving Lovis celebrates the restless creative energy that defines the city. The story of friendship unfolds against the backdrop of its vibrant neighbourhoods, coloured by an entirely Berlin-based music repertoire.
The film’s distinct charm lies in its seamless juxtaposition of melodrama and mumblecore. The line between fiction and reality is blurred on multiple levels: documentary-like sections are interspersed with staged drama, and the characters are built around the actors themselves. In addition, uncanny synchronicities on set echo the film’s mythological and esoteric elements, giving it an air of magic. The result is a daring exploration of improvisation within structure, brought to life by the raw authenticity of our three gifted young actors.
The film has won Best Director, Best Actor, Best Actress and Best Original Score at Berlin Indie Film Festival and Berlin Kiez Film Festival. It is an official selection of Berlin FFI and Amsterdam Lift-Off, and a nominee for Best Feature Film at FilmHaus.
Synopsis: Young writer Nate moves to Berlin and meets Wena, a mysterious girl who brings him flowers every day. They soon fall in love, but there’s one thing in the way — Lovis, Wena’s troubled childhood friend, returning from his stay at the psychiatric ward. The three form an unlikely bond, but as Nate and Wena’s romance fades, they discover that loving Lovis is the only thing they still have in common.
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Dienstag 10. 02. 26 20:00 Uhr
Dokumentarfilme zum Thema Demokratie
BE WATER – VOICES FROM HONG KONG
Deutschland 2023; R: Lia Erbal, DF, teilw. OmdU, 92 Min.
TRAILER: https://www.youtube.com/watch?v=8P20Wu0BKmE

Dokumentarfilm über die Hongkonger Proteste 2019/2020
Mit nie zuvor gezeigten Bildern schildert der Film die Proteste in Hong Kong 2019/2020, die Eskalation und ihre endgültige Niederschlagung. Innere Dialoge junger Aktivistinnen in Hongkong und im Berliner Exil ergänzen die vielschichtige Bild- und Klangkollage, die den gegenwärtigen Streit um weltpolitische Machtansprüche zwischen China und dem Westen auf den Punkt bringt. Während man in der ehemals britischen Kolonie Hongkong für die Einhaltung des chinesisch-britischen Abkommens, das ihnen ein liberal-demokratische Sonderrechte bis 2047 zusichern sollte, verschärft sich der Ton der Akteure auf der großen politischen Bühne, der Politikerinnen, Analyst*innen und Ökonomen in Berlin und Strasbourg, die mit China und den USA um Antworten innerhalb eines weltpolitischen Paradigmenwechsels ringen.
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Dienstag 17. 02. 26 20:00 Uhr
Dokumentarfilme zum Thema Demokratie
OHNE CHEFS
Deutschland 2025, R: Mario Burbach, DF, 52 Min. + Vorfilm
TRAILER: https://www.youtube.com/watch?v=ThiKZNcroB8

»Ohne Chefs« soll Bock auf ein anderes, gemeinschaftlicheres Wirtschaften machen und funktionierende Beispiele aufzeigen.
Eine Arbeit ohne Chef? »In dieser Wirtschaftslage?!« – Für viele Menschen klingt das wie pure Utopie. Doch mitten im Herzen unseres auf Profitmaximierung und Hierarchie aufgebauten Marktsystems existiert bereits heute eine andere Realität, die auf Solidarität und ethischen Grundsätzen basiert: Kollektivbetriebe, die täglich für ein besseres »Richtiges im Falschen« kämpfen.
»Ohne Chefs« begleitet Menschen, die einen scheinbar unmöglichen Beweis antreten: Ja, ein Unternehmen kann ohne Chefs funktionieren. Sie zeigen, dass ein radikal anderer Weg möglich ist, bei dem Demokratie nicht an der Chef-Etage endet.
In sogenannten Kollektivbetrieben, Kooperativen und selbstverwalteten Unternehmen entdecken wir eine Alternative zur »Mini-Diktatur« traditioneller Betriebe. Wir treffen auf ganz normale Menschen, die ihr Arbeitsleben selbst in die Hand nehmen – keine verstrahlten Utopisten oder Revoluzzer, sondern Praktiker:innen einer modernen, nachhaltigen Wirtschaftsform.
Der Film zeigt den täglichen Kampf dieser Betriebe, die wie Inseln in einem Meer des Kapitalismus existieren. Hier sind Solidarität, gemeinschaftliches Wirtschaften und gegenseitige Hilfe eine wichtige Selbstverständlichkeit. Wir erleben Menschen, die ihr Leben der Vision einer besseren Zukunft widmen und sich gemeinsam gegen Ausbeutung und Dehumanisierung in der Arbeitswelt stellen.
Statt zu jammern, dass »keiner mehr arbeiten will«, zeigt der Film »Ohne Chefs«, dass Kollektivbetriebe der Schlüssel für die Zukunft unserer Arbeit und Wirtschaft sein können. Eine Alternative, die mehr ist als ein waghalsiges Experiment.
Geschichten, die Mut machen, alte Wege zu verlassen und zusammen neue Wege zu gehen – nicht als Theorie, sondern als gelebte Praxis.
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Dienstag 24. 02. 26 20:00 Uhr
Dokumentarfilme zum Thema Demokratie
IM OSTEN WAS NEUES
Deutschland 2025, R: Loraine Blumenthal, DF, 82 Min.
TRAILER: https://www.youtube.com/watch?v=FK8IDPRkpdc

Wenn Fußballtrainer Thomas „Eichi“ Eichstätt mit seiner Mannschaft aus Torgelow bei Turnieren auftaucht, fallen sie sofort auf. Der große, kräftige Mann mit Glatze, Tattoos und Stimme, die über das ganze Feld hallt, trainiert vor allem Geflüchtete. Auf dem Rasen sind die jungen Erwachsenen ganz im Hier und Jetzt. Abseits des Spielfelds jedoch holen sie die Sehnsucht nach Heimat und die Unsicherheiten ihres Alltags ein. Thomas Bundu kämpft um sein Bleiberecht für sich und seine Familie, während der 17-jährige Asad ohne Schulabschluss auf Jobsuche geht. Fremdenfeindlichkeit und die Suche nach Zugehörigkeit prägen ihren Weg zusätzlich.
Für viele Spieler ist „Eichi“ Bezugsperson und Freund – zugleich ringt er selbst mit einem dunklen Kapitel seiner Vergangenheit als Rechtsextremist und der Frage, wie er heute damit leben kann.
Der abendfüllende Dokumentarfilm zeigt mal humorvoll und leicht, mal tiefsinnig und ungeschönt ihre Lebenswege, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Thomas „Eichi“ Eichstätt trainiert in Mecklenburg-Vorpommern die Fußballmannschaft FC Pio. Viele der jungen Spieler, wie der 17-jährige Asad oder Thomas aus Sierra Leone, sind aus ihren Heimatländern geflohen und kämpfen mit Jobsuche und Akzeptanz. Für viele ist Eichi Vaterfigur, doch er blickt auf eine düstere Zeit als Rechtsextremist zurück. Loraine Blumenthals preisgekrönter Dokumentarfilm ist „ein starkes filmisches Plädoyer für Wandel, Verantwortung und Gemeinschaft.“
(Jury Begründung WIR Vielfaltspreis)
„Eine leise, aber kraftvolle Beobachtung über Gemeinschaft, Hoffnung und das Gestalten von Zukunft.“
(Filmtipp Vision Kino)
„Ein Film über Läuterung, Aufeinanderzugehen, Zusammenhalt, der die Komplexität von Migration aus einer sehr praxisnahen Perspektive beleuchtet, fern von Stammtischsprüchen oder markigen Politikerstatements.“
(Kira Taszman, Filmdienst)
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Das Programm für Berliner Kinos, Filmtheater in anderen Städten und mehr findet ihr auf: http://www.kinofans.com